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28.05.2022 19:47 Alter: 29 days

Spielbericht des TSV Wiesental gegen den TSV Rheinhausen


Wolf Isolierung präsentiert den Bericht zum Spiel gegen den TSV Rheinhausen

 

Nach dem heißen Tanz in Kronau und dem wilden Treiben am Pilsstand beim Vatertagsfest des TSV stand für den vergangenen Samstag das nächste Highlight auf dem Programm: Spieltag gegen Rheinhausen, Champions League-Finale und RK7-Mini-Malle-Party. Während Coach Ronecker selbst nach seiner gelb-rot-Sperre wieder zurück auf den Platz konnte, musste er weiter auf die verletzten Becker, Kolb und Barlian sowie Urlauber Stassen verzichten. Ein erneuter Einsatz von Galieni war die Folge, der sich eigentlich schon sicher im Fast-Ruhestand der Kreisklasse B geglaubt hatte. Zielsetzung war für den Wiesentaler TSV natürlich die volle Punkteausbeute, um den Relegationsplatz sicher und ohne Abhängigkeit von den Verfolgern halten zu können. Rheinhausen hingegen konnte aufgrund einer schwachen Rückrunde einen Zähler noch dringend gebrauchen, um nicht mehr nach unten schauen zu müssen. Das Team um Spielertrainer Feuerstein, gegen unseren TSV leider wie immer in Top-Form, legte wieder los wie die Feuerwehr. Während Fichtner und Federolf das Spiel hinten noch recht entspannt aufbauen konnten, ging bei Bällen ins Zentrum oder auf die Außen sofort die Rheinhäuser Post ab. Mit viel Tempo und Aggressivität stürzten sich die Gäste in ihre Zweikämpfe und machten es der Ronecker-Bande schwer spielerisch durchzubrechen. Vereinzelte Chancen ergaben sich auf beiden Seiten, aber das Hauptgeschehen spielte sich im Mittelfeld ab; hart aber zumeist fair, kannte und schätzte man sich doch beidseits seit Jahren als Kontrahenten. Vor allem Blüm sei hier zu erwähnen, der gegen viele seiner alten Spielkameraden zu Hochtouren auflief und trotz Trainingsverletzung am Donnerstag und Saruman-Rücken-Klatscher früh im Spiel die 90 Minuten mit viel Engagement für sein Team ackerte. Auch der Schiedsrichter meisterte seine Derby-Aufgabe insgesamt sehr gut. Von Beginn an ahndete er sowohl übertriebene Fouls wie auch unnötige Diskussionen konsequent und hatte die Hitze-Blitze deshalb ordentlich im Griff. Die ersten 45 Minuten könnte man als ausgeglichen bezeichnen, ohne einer Mannschaft unrecht zu tun, sodass die Hoffnung der zahlreichen Zuschauer auf der zweiten Hälfte lag. Und da ging es dann richtig flott – so flott, dass mancher noch unter der Dusche, auf Toilette oder am Würstchengrill stand – als oben bereits erwähnter Galieni in der 48. Minute aus gut 20 Metern einen Freistoß direkt in den Winkel jagte. Sehenswert, absolut, aber auch haltbar, fragt man Experten aus der Szene. Mindestens einer dieser Fachspezialisten aus dem TSV-Lager hätte ihn wohl ohne Probleme mit seiner Mütze herausfischen können. Fakt hingegen und nicht nur Spekulation: die Hausherren führten nun mit 1:0. Rheinhausen wurde nun aber stärker und kam vermehrt gefährlich vor Hegers Kasten. Während Geburtstagskind Dujmovic nach zwei prächtigen Break-Dance-Einlagen auf dem Ball wieder seine Füße sortieren musste, kam mit Grassel für den angeschlagenen Vogt der erste TSV-Wechsel. Grün drückte nun ordentlich und der TSV kam eine ganze Weile aus dem Verteidigen nicht mehr raus. Zu tief standen die blau-weißen und konnten unter dem Dauerfeuer der Gäste die eigenen Reihen nicht schnell genug hochschieben. Als man das in der 71. Minute doch bewerkstelligte, war es Jung-Stürmer Korn, der den Platz und eine Unsortiertheit in der TuS-Hintermannschaft zu einem Freilauf gegen Heger nutzte. Den geschlenzten Abschluss aus knapp 20 Metern konnte unser herausgeeilter Goalie zwar noch mit einer Hand abklatschen, doch hatte der Ball nicht ausreichend Speed und fiel knapp unter der Latte ins Tor. Auch die Einwechslungen von Machauer (für den müden Galieni) und Özcelik (für den im Nachhinein betrachtet doch nicht so roten Leitz) änderten am Ergebnis nichts mehr. Eine gerechte Punkteteilung gegen absolut stark aufspielende Rheinhäuser war die Folge. Glücklicherweise konnte der FC Flehingen mit seinem Sieg gegen die 12er den eigenen Aufstieg in die Landesliga perfekt machen und die TSV-Verfolger somit auf Distanz halten. Beim Saisonfinale in Stettfeld nächste Woche ist es demnach aus eigener Kraft möglich, den Relegationsplatz durch einen Sieg zu sichern – und das ist selbstverständlich das ausgerufene Ziel!

 

Ein klares Ausrufezeichen setzte im Vorspiel der Reserven die Mannschaft von Trainer Salmaz. Trotz anhaltender Personalprobleme und angeschlagenen Spielern im Kader bezwang man Rheinhausen 2 mit starken 6:0 Toren, für die G. Fischer (Jacky), S. Kaya, Breuer und mit (fast) drei Treffern Kapitän D. Fischer verantwortlich zeichneten.

 

Vorschau: Sa., 04. Juni - TSV Stettfeld vs. TSV Wiesental – B-Klasse ab 15 Uhr / Kreisliga ab 17 Uhr.

 

Die dem Spieltag angeschlossene Sause zum verspätet beginnenden CL-Finale war – eigentlich keiner Erwähnung wert – natürlich legendär. Bis jegliche Vorräte des Clubhauses restlos aufgebraucht und mehrfach deutlich klargestellt wurde, dass keiner das Geld von irgendwem brauche und der Betriebszweck des TSV-Geländes umgewidmet werden sollte, wurde gefeiert bis der taxifahrende Dönermann kam. Als dann J.B. aus O. (JBO…) die beiden letzten Gäste in eine Kneipe hinter dem großen Wald verbracht hatte, kehrte gegen 3 Uhr langsam Ruhe ein am Seppl-Herberger-Ring.